Welt Waldbrände
Ossola: zwei Brände ausser Kontrolle, Häuser werden geschützt
In Piedimulera und Calasca Castiglione sind die Flammen noch nicht eingedämmt. Mindestens hundert Hektaren Wald sind verbrannt, im Einsatz stehen zwei Canadair und zwei Helikopter.
Die beiden Brände im Verbano-Cusio-Ossola, in Piedimulera und in Calasca Castiglione, sind derzeit nicht unter Kontrolle. Vorrang hat der Schutz der Wohnhäuser. Die Bodenteams bewachen Häuser und Alphütten und sind bereit einzugreifen, falls sich die Flammen nähern.
In Calasca Castiglione sind nach einer ersten Schätzung mindestens hundert Hektaren Wald verbrannt. Beim Brand von Piedimulera ist die Menge schwerer zu beziffern, weil sich die Front weiter ausdehnt. Das Feuer breitet sich nach Westen aus, in Richtung des Brandes von Castiglione, auch wenn die beiden Herde vorerst voneinander entfernt bleiben. Eine zweite Front rückt nach Norden vor, Richtung Pallanzeno, wo die Flammen in den vergangenen Stunden tiefer gestiegen und den Häusern näher gekommen waren.
Einsatz am Boden und aus der Luft
Am Donnerstag stehen zwei Canadair und zwei Helikopter im Einsatz. Am Boden arbeiten neben dem Personal des Provinzkommandos acht Teams aus anderen Provinzen des Piemonts und aus der Lombardei, mit Tanklöschfahrzeugen und kleineren Fahrzeugen für die Bergstrassen.
Um 18 Uhr wurde in der Dorfkirche eine Messe gefeiert, um Regen zu erbitten und um Schutz für die Einsatzkräfte.
Der erhoffte Regen bringt allerdings ein zusätzliches Risiko mit sich. An Hängen, über die das Feuer gezogen ist, mit verbrannter Vegetation und durch die Hitze verdichtetem Boden, können starke Niederschläge Murgänge und Rutschungen auslösen. Bereits 2005 hatte die Gegend solche Schäden erlitten, die bis zur Kantonsstrasse reichten.
Die Brände im Ossola entstehen im selben Alpenraum, in dem auch das Tessin liegt, und unter denselben Bedingungen anhaltender Trockenheit. In den vergangenen Wochen hatte der Kanton Waldbrände im Locarnese zu bewältigen, darunter jene von Lavertezzo und am Monte Tor, die ebenfalls mit Unterstützung von Helikoptern gelöscht wurden.
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