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Kultur Locarno79

Hoffmann beansprucht für Locarno den Mut, als Erste zu entdecken

Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider hat die 79. Ausgabe im Kreuzgang der Magistrale eröffnet. Die Festivalpräsidentin bekräftigte die Berufung der Veranstaltung zur Entdeckung.

von Redazione 6. August 2026 2 Min. Lesezeit Locarnese

Die 79. Ausgabe des Locarno Film Festival ist am Mittwochabend eröffnet worden. Die offizielle Einweihung fand im Kreuzgang der Magistrale statt, in Anwesenheit von Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider.

Die Kulturministerin beschrieb das Festival als einen Ort, der die Kunst atmen lässt und der sich der Logik des Bequemen widersetzt. Sie nannte Locarno ein Schaufenster des Schweizer Films, in dem sich das Kino der Welt spiegelt.

Baume-Schneider sprach auf Französisch, Italienisch und Deutsch. Sie verband diese Wahl mit dem mehrsprachigen Charakter des Landes und hielt fest, das Tessin erinnere daran, wie sehr die Beherrschung der Landessprachen zum Zusammenhalt beitrage.

Die Linie des Präsidiums

Maja Hoffmann ist die erste Frau an der Spitze des Festivals. In ihrer Ansprache nannte sie das Ziel der Institution: jener Ort zu sein, an dem das Kino sichtbar wird, bevor es anderswo sichtbar ist.

Sie beharrte darauf, das zu bewahren, was sie als historisches Merkmal der Veranstaltung bezeichnete, nämlich den Mut, vor den anderen zu entdecken. Die Formel beschreibt gut das Risiko eines Festivals, das vor allem auf noch nicht etablierte Handschriften setzt.

Im Verlauf des Abends erhielt Isabella Rossellini den Excellence Award. Die Schauspielerin zeigte sich bewegt und erinnerte daran, dass ihr Vater denselben Preis 1948 gewonnen hatte und ihr Bruder, ein Produzent, ihn 2022 erhielt.

Eröffnungsfilm war «Les Yeux Verts», eine französisch-belgisch-schwedische Koproduktion unter der Regie von Fanny Liatard und Jérémy Trouilh.

In der Hauptauswahl laufen drei italienische Filme: «Alberi erranti» von Salvatore Mereu, «Ketticè» von Giovanni Tortorici und «Armony» von Dario Albertini.

Die weiteren Ehrungen gehen an Darren Aronofsky mit dem Pardo d'onore, an Virginie Efira mit dem Leopard Club Award, an James Gray mit dem Pardo alla carriera und an Asia Argento mit dem Life Achievement Award.

Die Veranstaltung dauert bis zum 15. August.

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