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Kanton Unwetter

Hagel und Blitz: Das Tessin ist der am stärksten betroffene Kanton

Eine Analyse des Versicherers AXA über das letzte Jahrzehnt sieht das Tessin an der Spitze bei Hagelschäden und vor allem bei Blitzschäden. Im ersten Halbjahr 2026 liegen die Meldungen jedoch im langjährigen Mittel.

von Redazione 4. August 2026 2 Min. Lesezeit

Das Tessin ist der Schweizer Kanton, der Hagel und Blitz am stärksten ausgesetzt ist. Das zeigt eine Analyse des Versicherers AXA zu den Schäden des vergangenen Jahrzehnts.

Beim Hagel liegt der Kanton zusammen mit Jura, Neuenburg, Bern und Nidwalden an der Spitze. Das Hagelunwetter vom 9. Juni 2026 belastete die Tessiner Bilanz besonders stark. Der grösste Teil der Kosten entfällt auf Fahrzeuge, die stärker exponiert sind als Gebäude. Am anderen Ende stehen Genf, Thurgau und Schaffhausen, wo die Hagelschäden gering bleiben.

Am deutlichsten fällt der Unterschied beim Blitz aus. Laut AXA liegen die Schadenmeldungen im Tessin achtmal höher als im übrigen Land. Im Vergleich mit Basel-Landschaft, Waadt und Genf ist das Risiko mehr als zwanzigmal höher.

Der Versicherer erklärt dies geografisch. Warme und feuchte Luft aus dem Mittelmeerraum trifft auf die Alpenbarriere und begünstigt die Bildung stark elektrisch geladener Gewitter.

Hochwasser und Jahresbilanz

Bei Überschwemmungen verschiebt sich die Rangliste. Im Jahrzehnt wurde der höchste Schaden pro versicherten Haushalt in Schwyz verzeichnet, gefolgt von Solothurn, Luzern, Schaffhausen und Aargau.

Im ersten Halbjahr 2026 zählte AXA rund 11 000 wetterbedingte Schadenmeldungen. Der Wert entspricht dem langjährigen Mittel, trotz der Wahrnehmung einer schwierigen Saison.

Der historische Verlauf zeigt grosse Schwankungen. In den vergangenen dreissig Jahren zahlte der Versicherer im Schnitt 115 Millionen Franken pro Jahr für Naturereignisse. 2025 schloss mit 72 Millionen, während 2021 und 2023 auf 291 beziehungsweise 240 Millionen kamen.

Diese Zahlen betreffen einen einzelnen Versicherer und nicht den gesamten Markt. Sie sind daher als Hinweis auf einen Trend zu lesen, nicht als vollständiges Mass der Schäden im Land.

Für das Tessin hat der Spitzenplatz bei den Blitzen praktische Folgen. Er betrifft den Schutz von Gebäuden, elektrischen Anlagen und Geräten, in einem Kanton mit häufigen Sommergewittern.

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