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Wirtschaft Künstliche Intelligenz

Google verlagert die Leitung der künstlichen Intelligenz nach Kalifornien

Demis Hassabis übergibt die operative Führung von Google DeepMind an Koray Kavukcuoglu, der von London nach Mountain View gezogen ist. Der Schwerpunkt verschiebt sich von der Forschung zur Vermarktung.

von Redazione 7. August 2026 2 Min. Lesezeit

Google ordnet die Führung seiner Abteilung für künstliche Intelligenz neu. Demis Hassabis gibt die operative Leitung von Google DeepMind ab, wie die Financial Times berichtet.

Neuer operativer Verantwortlicher ist Koray Kavukcuoglu, bisher technischer Direktor von DeepMind, der das Amt eines Senior Vice President übernimmt. 2025 war ein Umzug von London nach Mountain View erfolgt.

Der Wechsel hat eine geografische Folge. Das Entscheidungszentrum für die künstliche Intelligenz von Google verlagert sich vom Londoner Sitz ins Silicon Valley.

Von der Forschung zum Produkt

Die britische Zeitung beschreibt eine Verschiebung der internen Kultur. DeepMind war als forschungsorientiertes Labor entstanden; die neue Ausrichtung stellt kommerzielle Ziele in den Vordergrund.

Als Ziel wird genannt, die Vermarktung der Gemini-Modelle zu beschleunigen. In der neuen Struktur ist auch der Einfluss von Sergey Brin gestärkt.

Der Hintergrund ist der Wettbewerb zwischen den grossen Laboren. Google, mit einer Börsenbewertung von 4400 Milliarden Dollar, misst sich mit OpenAI und Anthropic und steht zugleich vor dem Abgang von Forschenden und hohen Entwicklungskosten.

Die beiden Elemente hängen zusammen. Forschende zu halten kostet, und die Ausgaben wachsen zusammen mit der Rechenleistung, die für das Training der Modelle nötig ist. Eine produktnähere Struktur soll die Einnahmen früher fliessen lassen, die diese Kosten decken müssen.

Die Verlagerung des Entscheidungszentrums bedeutet nicht die Schliessung des Londoner Labors. DeepMind bleibt in London, jedoch mit einer anderen Rolle innerhalb des Konzerns.

Die Reorganisation kommt nicht überraschend. Laut der Financial Times war sie seit mehreren Monaten in Vorbereitung.

Die Angaben stammen von rund einem Dutzend interner Quellen, darunter aktuelle und ehemalige Mitarbeitende. Google hat die von der Zeitung genannten Einzelheiten nicht öffentlich bestätigt.

Offen bleibt, welche Rolle Hassabis in der neuen Struktur einnimmt und wie sich das Gewicht des Londoner Labors verändert, das bisher die meistzitierten wissenschaftlichen Ergebnisse des Konzerns hervorgebracht hat.

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