Zum Inhalt
il Cantonale

Unabhängige digitale Zeitung der italienischen Schweiz

Kanton Sicherheit

Petition für Videoüberwachung rund um den Bahnhof Giubiasco

Gemeinderätin Maura Mossi Nembrini fordert Kameras in den öffentlichen Räumen rund um den Bahnhof. Die Station wird an Werktagen von rund 5500 Personen genutzt.

von Redazione 4. August 2026 2 Min. Lesezeit Bellinzonese

Eine Petition fordert die Installation von Überwachungskameras in den öffentlichen Räumen rund um den Bahnhof Giubiasco. Die Initiative stammt von Gemeinderätin Maura Mossi Nembrini und hat Unterschriften zur Unterstützung des Anliegens gesammelt.

Der Text verlangt vom Gemeinderat konkrete Massnahmen angesichts der gemeldeten Verwahrlosung im Gebiet. Die Videoüberwachung wird als eine der Massnahmen zur Erhöhung der Sicherheit im Umfeld genannt.

Ein Verkehrsknoten mit vielen Passagen

Die Petition beschreibt den Bahnhof als einen der wichtigsten Eisenbahnknoten des Kantons, mit lokalen und regionalen Verbindungen sowie Verbindungen nach Italien.

An Werktagen nutzen rund 5500 Personen die Station. Darunter sind Studierende, Berufstätige und Pendlerinnen und Pendler, aber auch Familien, ältere Menschen, Touristen und internationale Reisende.

Ausgelöst wurde das Anliegen durch die jüngsten Straftaten in der Region Bellinzona. Im Quartier waren bereits mehrere Diebstähle gemeldet worden.

Die an den Gemeinderat gerichtete Frage betrifft nun die Wahl der Mittel. Kameras wirken vor allem bei der Rekonstruktion von Vorfällen nach deren Eintreten, während die vorbeugende Wirkung davon abhängt, wie sich die Anlage mit der Präsenz von Personal vor Ort und der Pflege der Räume verbindet.

Ein zweiter Punkt betrifft die Zuständigkeiten. Ein Bahnhofsareal umfasst kommunale und bahneigene Flächen, und Entscheide über Installationen müssen diese Aufteilung ebenso berücksichtigen wie die Vorschriften zum Datenschutz.

Die Zahl von 5500 täglichen Passagen zeigt zugleich, wie viele Personen aufgenommen würden. Ein Entscheid über Kameras in einem solchen Raum betrifft daher alle, die dort durchgehen, und nicht nur jene, die die gemeldeten Straftaten begehen.

Die Petition nennt weder die Kosten der Installation noch, wer die Aufnahmen aufbewahren und einsehen soll. Diese Punkte müsste der Gemeinderat festlegen, sollte er dem Anliegen Folge geben.

Die Petition bringt die Frage vor die Gemeindebehörden. Die Antwort wird zeigen, ob und in welcher Form sie aufgenommen wird.

Kanton Bellinzonese Originalquelle

Kommentare

Keine Kommentare

Es gibt noch keine Kommentare. Deine Stimme kann die erste sein.

Kommentar schreiben