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Welt Japan

Rekordregen in Japan: vier Tote und höchste Warnstufe in Chiba

Die Wetterbehörde gab für über einen Drittel der Gemeinden der Präfektur die Warnstufe 5 aus. Die Evakuierungsanordnungen betreffen weiterhin rund 126'000 Personen.

von Redazione 14. August 2026 3 Min. Lesezeit

Mindestens vier Menschen sind gestorben und eine Person ist in kritischem Zustand nach sintflutartigen Regenfällen, die den Osten Japans vierundzwanzig Stunden lang getroffen haben. Die japanische Wetterbehörde gab für mehr als einen Drittel der Gemeinden der Präfektur Chiba östlich der Hauptstadt die Warnstufe 5 aus, die höchste der Skala. Gleichzeitig ergingen Erdrutschwarnungen für mehrere Gemeinden, darunter die Städte Chiba und Ichihara.

Laut der Behörde entstanden die intensiven Niederschläge durch das Aufeinandertreffen warmer, feuchter Luft aus dem Osten mit kalter Höhenluft, eine Kombination, welche die Atmosphäre äusserst instabil machte. Die Prognosen deuten darauf hin, dass der Regen im Gebiet den ganzen Tag anhalten könnte. Die örtlichen Behörden forderten die Bevölkerung auf, sich angesichts überfluteter Strassen sofort in Sicherheit zu bringen.

Über vierhunderttausend Betroffene

Die Behörde für Brand- und Katastrophenschutz teilte mit, dass die Evakuierungsanordnungen zunächst mehr als 400'000 Personen in den Präfekturen Chiba und Ibaraki betrafen. Um sieben Uhr am Freitagmorgen galten sie noch für rund 126'000 Personen. In den Präfekturen Chiba, Ibaraki, Saitama und Gunma wurden über zweihundert Notunterkünfte eingerichtet.

Unter den bestätigten Opfern wurde ein Mann auf einer überfluteten Strasse in Ichikawa gefunden, und eine 66-jährige Frau blieb in Sakura in ihrem Auto eingeschlossen. Zwei weitere Todesfälle wurden in Yachiyo und in Sakura bestätigt. Eine in Kashiwa im Fahrzeug eingeschlossene Frau kam ins Spital.

In Chiba suchten Hunderte Menschen auf überfluteten Strassen Schutz, während Wasser aus den Schächten drang. Tokyo Electric Power meldete rund 45'000 Haushalte ohne Strom.

Todesfälle im Auto sind ein wiederkehrendes Merkmal urbaner Überschwemmungen. Schon wenige Dezimeter fliessendes Wasser genügen, damit sich die Türen nicht mehr öffnen lassen, und Unterführungen füllen sich schneller, als Fahrende es einschätzen können.

Japan verfügt über eines der fortschrittlichsten Warnsysteme der Welt, gegliedert in fünf Stufen. Die fünfte bedeutet, dass die Notlage bereits eingetreten ist und man sich mit den verfügbaren Mitteln in Sicherheit bringen muss. Dass sie in einem Drittel der Gemeinden einer Präfektur erreicht wurde, zeigt die Ausdehnung des Ereignisses deutlicher als die Opferzahl.

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