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In Locarno ein Transparent mit sechzigtausend Namen aus Gaza

Die symbolische Aktion ist für Samstagabend im Largo Franco Zorzi vorgesehen. Die drei Trägergruppen fordern vom Bundesrat Schritte beim humanitären Zugang und bei der Behandlung von Verletzten.

von Brenno 4. August 2026 2 Min. Lesezeit Locarnese

Ein sechzig Meter langes Transparent mit über sechzigtausend Namen von Opfern aus Gaza wird am Samstagabend in Locarno gezeigt. Die Aktion findet ab 19 Uhr im Largo Franco Zorzi statt.

Getragen wird die Initiative von drei Gruppen. Der Gruppo 24 Maggio, der bereits die Kampagne mit den roten Postkarten während der letztjährigen Ausgabe des Filmfestivals durchführte. SHWAG, Kurzform für Swiss Healthcare Workers Against Genocide. Und Volontari·e Ticinesi per la Palestina, die im September den Hungerstreik der Ärztinnen und Ärzte auf dem Bundesplatz organisiert hatten.

Nach Angaben der Trägerschaft besteht das Ziel darin, den Opfern eine Identität zu geben, die zum weitaus grössten Teil Zivilpersonen sind und die sie als Betroffene einer der schwersten Verletzungen des Völkerrechts unserer Zeit bezeichnen.

Die Forderungen an den Bundesrat

Die Gruppen richten drei Anliegen an die Schweizer Regierung.

Das erste ist, von Israel die Öffnung der Übergänge nach Gaza für humanitäre Hilfe und für den Zugang unabhängiger Medien zu verlangen.

Das zweite ist, in der Schweiz die Behandlung verletzter und kranker Zivilpersonen aus Gaza zu organisieren, mit besonderem Augenmerk auf Frauen und Kinder.

Das dritte ist, Sanktionen gegen israelische Verantwortliche und Einrichtungen zu verhängen, sollten die Verletzungen des humanitären Völkerrechts andauern.

In der Mitteilung üben die Trägergruppen auch Kritik an der Berichterstattung. Sie machen geltend, ein Teil der Schweizer Medien habe einer aussergewöhnlichen humanitären und rechtlichen Tragödie nur begrenzten Raum gewidmet, und eine vollständige Information sei für eine bewusste öffentliche Debatte nötig.

Die Namensliste ist die gewählte Form, um eine Zahl sichtbar zu machen, die sonst als Sammelwert erscheint. Diese Art verschiebt die Aufmerksamkeit von der Statistik zu den einzelnen Menschen und wurde einer Kundgebung mit Reden von der Bühne vorgezogen.

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