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Kultur Kino und Rechte

Das Menschenrechtsfilmfestival Lugano zeichnet Rosine Mbakam aus

Die dreizehnte Ausgabe findet vom 11. bis 18. Oktober statt. Der Menschenrechtspreis für das Werk geht an die kamerunische Regisseurin, von der auch «Mambar Pierrette» gezeigt wird.

von Redazione 10. August 2026 2 Min. Lesezeit Luganese

Das Film festival diritti umani Lugano erreicht seine dreizehnte Ausgabe. Sie findet vom 11. bis 18. Oktober statt und vereint thematische Vorführungen, Foren und Gespräche. Der internationale Wettbewerb für Langfilme bleibt bestehen.

Der Menschenrechtspreis für das Werk geht dieses Jahr an die kamerunische Regisseurin Rosine Mbakam. Das Festival zeigt «Mambar Pierrette», der in Cannes Premiere feierte, zusammen mit weiteren Arbeiten von ihr.

Die Ko-Direktion, Antonio Prata und Margherita Cascio, stellte die Ausgabe als «eine neue, unverzichtbare Herausforderung» vor und betonte, das Festival müsse sich mit gegenwärtigen Verhältnissen auseinandersetzen, die Engagement verlangen.

Ein Kino, das im Alltagsraum beginnt

Mbakam arbeitet an einer beweglichen Grenze zwischen Dokumentar- und Spielfilm. Ihre Werke behandeln das Erbe des Kolonialismus, die Migration, den systemischen Rassismus und die Ausbeutung, die afrikanische Frauen und Gemeinschaften der Diaspora trifft.

Die Preisbegründung spricht von einem «kohärenten und notwendigen Weg, der filmische Forschung und bürgerschaftliches Engagement verbindet». Ihr Kino verwandelt alltägliche Räume in Orte, an denen sich Klasse, Geschlecht und Machtverhältnisse beobachten lassen, mit kamerunischen und afrikanischen Frauen im Zentrum, die sich mit Patriarchat, Gewalt und wirtschaftlicher Unsicherheit auseinandersetzen.

Ein Merkmal ihrer Methode betrifft den Blickwinkel. Mbakam lehnt den westlichen und viktimisierenden Blick auf den afrikanischen Kontinent ab. Sie dokumentiert Erfahrungen stattdessen aus gemeinschaftlichen Perspektiven, in denen die gefilmten Personen aktiv am Aufbau der Erzählung mitwirken.

Das vollständige Programm der Ausgabe wird sich um thematische Vorführungen, Foren und Gespräche mit dem Publikum gliedern, nach der Formel, die das Festival über die Jahre gefestigt hat.

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