Kanton Pflanzengesundheit
Japanischer Käfer: Fänge im Tessin rückläufig
Das kantonale Monitoring verzeichnet einen Rückgang der adulten Exemplare im Befallsgebiet. Die genaue Einschätzung des Befalls und möglicher Schäden wird von der nächsten Bilanz am Saisonende abhängen.
Die Zahl der im Tessin gefangenen Japanischen Käfer ist derzeit deutlich rückläufig. Dies teilt das Departement für Finanzen und Volkswirtschaft auf der Grundlage des laufenden Monitorings im Befallsgebiet mit. Für eine definitive Bilanz muss jedoch das Saisonende abgewartet werden.
Die kantonale Strategie zur Eindämmung von Popillia japonica wurde unter Einbezug der Gemeinden umgesetzt. Das System umfasst 3’400 Pheromonfallen für ein intensives Monitoring. 71 Gemeinden beteiligen sich daran. Sie übernehmen auch die Bewirtschaftung und die regelmässige Leerung der Fallen.
Gemäss den verfügbaren Daten vom 27. Juli belaufen sich die Fänge auf rund 25 Millionen Insekten. Die endgültige Zählung wird abgeschlossen, sobald die Daten aller Gemeinden eingegangen sind. Die Ergebnisse werden dazu dienen, Gebiete mit einer stärkeren Präsenz des Käfers zu ermitteln und zu beurteilen, wo die Massnahmen verstärkt werden müssen.
Die Situation im Gebiet
Der Japanische Käfer ist ein aus Asien stammender Quarantäneorganismus. Im Tessin wurde er 2017 entdeckt. Da er sich im Gebiet etabliert hat, gilt eine Ausrottung als nicht möglich. Das Bundesamt für Landwirtschaft hat deshalb eine Befallszone und eine Pufferzone festgelegt. Dort gelten Massnahmen, um seine Ausbreitung zu begrenzen.
Die stabilen Bedingungen im Frühling und die hohen Temperaturen haben eine gleichzeitige Entwicklung der im Boden vorhandenen Larven begünstigt. Die adulten Käfer traten zwischen Ende Juni und Anfang Juli in konzentrierter Form auf. Dadurch konnten die landwirtschaftlichen Massnahmen auf einen kürzeren Zeitraum konzentriert werden.
Im Jahr 2026 hat sich das Vorkommen des Insekts auf der Magadinoebene, im Locarnese, im Bellinzonese und in einigen Weinbaugebieten der oberen Täler gefestigt. In einigen Rebbergen wurde ein starker Blattverlust beobachtet. Ob dieser Folgen für die Produktion haben wird, lässt sich noch nicht feststellen. Die betroffenen Pflanzen zeigen inzwischen eine gute vegetative Erholung.
Auf der Magadinoebene läuft zudem das Forschungsprojekt PUPILLA. Es wird von der WSL und dem Agroscope-Campus in Cadenazzo durchgeführt. Damit das Projekt umgesetzt werden kann, hat das Bundesamt für Landwirtschaft die Gemeinden im Untersuchungsgebiet von der ursprünglich vorgesehenen Installation des Fallennetzes befreit.
Die nächste Aktualisierung ist für die erste Oktoberhälfte vorgesehen.
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