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Ceuta: Die EU bekundet Spanien nach dem Ansturm Solidarität

Die Innenminister trafen sich zu einer Videokonferenz, nachdem über 70 000 Personen aus Marokko eingereist waren. Mindestens 75 kamen beim Versuch der Überquerung ums Leben.

von Redazione 4. August 2026 2 Min. Lesezeit

Die Innenministerinnen und Innenminister der Europäischen Union haben sich nach dem Massenandrang in der spanischen Exklave Ceuta zu einer dringlichen Videokonferenz getroffen. Über 70 000 Personen überquerten innerhalb weniger Stunden die Grenze aus Marokko.

Mindestens 75 Personen kamen beim Versuch ums Leben, spanisches Gebiet zu erreichen.

Nach Angaben des spanischen Innenministers Fernando Grande-Marlaska sind praktisch alle, die nach Ceuta gelangt waren, inzwischen nach Marokko zurückgekehrt. Für die Exklave gilt eine Sonderregelung aus dem Jahr 1991, die Grenzkontrollen auch für jene vorsieht, die das Gebiet verlassen.

Die Ergebnisse des Treffens

Die Ministerinnen und Minister bekundeten Spanien einhellig ihre Solidarität und würdigten das rasche und wirksame Handeln der spanischen Behörden.

Die genannten Prioritäten betreffen vier Bereiche. Das Vorgehen gegen die Netzwerke des Menschenschmuggels. Die Stärkung der Sicherheit an den Aussengrenzen der Union. Eine bessere Koordination der Informationen zur Abwehr von Desinformation aus dem Ausland. Und der Ausbau der Rückführungsverfahren.

Der EU-Kommissar Magnus Brunner wurde zur Rolle der marokkanischen Behörden befragt. Er antwortete, Spanien prüfe die Frage gezielt, die laufenden Ermittlungen beträfen genau diesen Punkt, und deren Ergebnisse seien abzuwarten.

Derselbe Kommissar nannte als Ursachen des Vorfalls kriminelle Schleppernetzwerke und die über soziale Medien verbreitete Desinformation.

Die Zahl der in so kurzer Zeit beteiligten Personen unterscheidet dieses Ereignis von den gewöhnlichen Bewegungen. Eine Ballung dieses Ausmasses setzt Koordination voraus, und auf diesen Punkt richten sich die angekündigten Abklärungen.

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