Welt Landtagswahlen
CDU fliegt aus dem Landtag im Nordosten, Die Linke triumphiert in Berlin
Bei den Landtagswahlen in Deutschland ist die CDU in Mecklenburg-Vorpommern erstmals aus einem Landesparlament ausgeschieden und hat in Berlin deutlich gegen Die Linke verloren. Der Druck auf Bundeskanzler Friedrich Merz nimmt zu.

Die Landtagswahlen vom Sonntag in Deutschland waren ein herber Rückschlag für die CDU von Bundeskanzler Friedrich Merz. In Mecklenburg-Vorpommern verpasste die Partei die Sperrklausel und bleibt damit erstmals aus einem Landesparlament ausgeschlossen. In Berlin erlitt sie eine deutliche Niederlage und wurde von Die Linke mit grossem Abstand überflügelt. Die Auszählung aller Wahlkreise ist in beiden Ländern abgeschlossen.
In beiden Regionen gewann die radikalere Kraft des jeweiligen politischen Lagers an Zustimmung: die AfD im Nordosten des Landes, Die Linke in der Hauptstadt.
Die Ergebnisse in den beiden Ländern
In Mecklenburg-Vorpommern erzielte die AfD laut Landeswahlleitung 38,2 Prozent der Stimmen, mehr als doppelt so viel wie vor fünf Jahren. Die SPD verzeichnet leichte Verluste, bleibt aber mit 35,5 Prozent zweitstärkste Kraft. Es folgt Die Linke mit 6,5 Prozent, während die Grünen mit 5,7 Prozent ins Parlament einziehen. Die CDU kommt auf 4,9 Prozent und bleibt unter der Sperrklausel, auch das BSW verpasst mit 4,8 Prozent den Einzug. Im neuen Landtag in Schwerin erhält die AfD 32 Sitze, die SPD 29, Die Linke und die Grünen je fünf.
In Berlin gewann Die Linke nach vollständiger Auszählung mit 25,7 Prozent der Stimmen und liess die übrigen Parteien deutlich hinter sich. Dahinter folgen die CDU mit 18,8 Prozent, die AfD mit 16,3 Prozent, die Grünen mit 14,3 Prozent und die SPD mit 12,1 Prozent. Damit verliert die bisherige Regierungskoalition aus CDU und SPD ihre Mehrheit. Im Berliner Abgeordnetenhaus erhält Die Linke 47 Sitze, die CDU 34, die AfD 29 und die SPD 22.
Die doppelte Niederlage erhöht den Druck auf Merz, der bereits parteiintern angeschlagen ist. Am Wahlabend liess der Bundeskanzler dennoch wissen, dass er an der Spitze von CDU und Regierung weitermachen wolle.
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