Wirtschaft Arbeitsmarkt
Schweizer Banken stellen wieder ein, mehr Inserate im Juli
Im Juli veröffentlichten die zehn grössten Institute des Landes 586 Stellenangebote, 14 Prozent mehr als im Juni. Das Niveau bleibt aber unter jenem von vor drei Jahren.
Die Schweizer Banken suchen wieder Personal. Im Juli veröffentlichten die zehn grössten Institute des Landes 586 Stelleninserate, 14 Prozent mehr als im Vormonat. Die Zahl stammt aus einer Auswertung des Stellenportals Indeed für die Finanznachrichtenagentur Awp.
Das Wachstum verteilt sich ungleich. Raiffeisen erhöhte die Inserate um 24 Prozent auf 206 offene Stellen, den höchsten Wert der Gruppe. UBS verzeichnete ein Plus von 27 Prozent, insgesamt 61 Stellen. Pictet wuchs um 53 Prozent mit 26 Inseraten. Die Migros Bank weist mit 263 Prozent die grösste prozentuale Veränderung aus, allerdings von einer sehr tiefen Basis her, und kommt auf 40 Stellen.
Erholung von einem historischen Tiefstand
Der Vergleich mit den Vormonaten hilft bei der Einordnung. Im Mai hatte die Branche mit 482 Inseraten einen historischen Tiefstand erreicht.
Der Bezugsrahmen bleibt die Zeit nach der Übernahme der Credit Suisse durch die UBS. Die Konzentration verringerte die Zahl der angebotenen Stellen und erschwerte die Stellensuche für Beschäftigte des Bankensektors.
Der Vergleich mit der jüngeren Vergangenheit zeigt den noch offenen Abstand. Vor drei Jahren boten die betrachteten Institute zusammen über tausend Stellen an. Davon entfielen 239 auf die UBS und 138 auf die Credit Suisse, zwei Banken, die heute in einer einzigen Gruppe zusammenfallen.
Das aktuelle Niveau der Einstellungen bleibt somit unter jenem von damals, trotz der Erholung im Juli.
Für die italienische Schweiz stellt der Bankensektor einen bedeutenden Teil der qualifizierten Beschäftigung dar, besonders im Raum Lugano. Die Entwicklung der Inserate auf nationaler Ebene gibt einen Hinweis auf die Richtung des Marktes, sagt aber nichts darüber aus, welcher Anteil dieser Nachfrage auf die Tessiner Standorte entfällt.
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