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Wirtschaft Pharma

AstraZeneca verhandelt über den Kauf von Bristol Myers Squibb

Das Geschäft über rund 400 Milliarden Dollar wäre die grösste Fusion, die je in der Branche zustande kam. Die AstraZeneca-Aktie verlor 7 Prozent, und politische wie wettbewerbsrechtliche Hürden bleiben offen.

von Redazione 4. August 2026 2 Min. Lesezeit

Der britische Pharmakonzern AstraZeneca verhandelt über den Kauf des amerikanischen Konkurrenten Bristol Myers Squibb. Das Geschäft hätte einen Wert von rund 400 Milliarden Dollar und wäre die grösste Fusion, die je in der Branche zustande kam.

Das entstehende Unternehmen würde nach Börsenkapitalisierung zum viertgrössten Pharmakonzern der Welt. AstraZeneca ist derzeit rund 196 Milliarden Pfund wert, umgerechnet 264 Milliarden Dollar, während Bristol Myers Squibb bei 133 Milliarden liegt.

Reaktionen und Hürden

Die Börse nahm die Nachricht kühl auf. Die AstraZeneca-Aktie verlor nach der Ankündigung 7 Prozent, ein Zeichen für eine eher skeptische als begeisterte Haltung der Anlegerschaft.

Getragen wird das Vorhaben von Konzernchef Pascal Soriot; es würde die Präsenz der Gruppe in den Vereinigten Staaten deutlich ausweiten. Die gegenwärtige US-Regierung begünstigt Zusammenschlüsse dieser Art.

Es bleiben jedoch zwei Arten von Hürden. Die erste ist politisch und betrifft London. Die britischen Behörden könnten eingreifen, um eine Verlegung des Sitzes in die Vereinigten Staaten zu verhindern, wie es 2014 geschah, als Pfizer AstraZeneca übernehmen wollte.

Die zweite ist wettbewerbsrechtlicher Natur. Die Wettbewerbsbehörden könnten das Geschäft blockieren oder wesentliche Änderungen verlangen, insbesondere wegen der Stellung, die der vereinte Konzern in der Krebsbehandlung erreichen würde.

Die Verhandlungen befinden sich in einer frühen Phase. Sie können sich daher verzögern oder ganz abgebrochen werden, und keine der endgültigen Bedingungen ist festgelegt.

Ein Geschäft dieser Grössenordnung würde die weltweite Rangliste der Branche und die Verteilung der Forschungstätigkeit zwischen Europa und den Vereinigten Staaten neu zeichnen. Solche Entscheide bemessen sich über Jahre hinweg, weit über die unmittelbare Reaktion der Märkte hinaus.

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