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Welt Lebenshaltungskosten

US-Zwischenwahlen: Teurere Lebensmittel, Benzin und Wohnen belasten die Kampagne

Sechzig Tage vor den Zwischenwahlen in den USA sind die Lebenshaltungskosten die grösste Sorge der Wählerinnen und Wähler. Auch republikanische Kandidaten kritisieren die steigenden Preise für Lebensmittel und Benzin, während das Weisse Haus die Ursachen der Vorgängerregierung zuschreibt.

von Brenno 7. September 2026 2 Min. Lesezeit

Es bleiben noch sechzig Tage bis zu den Zwischenwahlen in den Vereinigten Staaten, bei denen das gesamte Repräsentantenhaus und ein Drittel des Senats neu bestellt werden. Im ganzen Land ist die Hauptsorge der Wählerinnen und Wähler der Preisanstieg. Der Wahlkampf wird von einem Wort beherrscht: "affordability", die Möglichkeit, mit dem Einkommen über die Runden zu kommen.

Auch republikanische Kandidaten nutzen das Thema gegen die eigene Mehrheit. In Iowa prangert ein Wahlspot des von Donald Trump unterstützten Kandidaten Zach Lahn den Anstieg der Benzin- und Lebensmittelpreise sowie die Schwierigkeiten der Familien an. Vizepräsident JD Vance reagierte darauf, indem er die Inflation der Politik der Regierung Biden zuschrieb und betonte, der Wiederaufbau der Wirtschaft der Mittelschicht brauche Zeit.

Die Zahlen zeigen einen Preisanstieg von über 3% seit Trumps Amtsantritt. Die Ausgaben für Lebensmittel stiegen um 21%: Hackfleisch für Hamburger kostet 23% mehr, Kaffee 35% mehr. Einzig die Preise für verschreibungspflichtige Medikamente sanken, um 3,1%.

Auch das Wohnen verteuerte sich, um 3,2%, bei stabilen Hypothekarzinsen von 6,7%. Der Strompreis stieg um 8%. Benzin verteuerte sich um 34%, ein Anstieg, der auch mit dem Krieg zusammenhängt.

Stillstehende Löhne, Arbeit reicht nicht

Für Mark Rank, Dozent an der Washington University in St. Louis, betreffen die Preissteigerungen Lebensmittel, Wohnen, höhere Bildung und Gesundheitskosten, während die Löhne nicht mitgehalten haben. Laut Rank sind zwischen 50 und 70% der Bevölkerung davon betroffen.

Rank spricht von einem "Paradox der Armut": Immer mehr Menschen arbeiten hart, oft in zwei Jobs, halten sich an die Regeln, bleiben aber wirtschaftlich zurück. Das nährt eine immer verbreitetere Frage: Geht es einem besser als vor zwei Jahren?

Die Lebenshaltungskosten erweisen sich als Herausforderung quer durch die politischen Lager und als Bedrohung für die republikanische Mehrheit, in einem Land, in dem die Stimmabgabe oft vom Portemonnaie abhängt.

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