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Kanton Landwirtschaft

Tessiner Bauern: Die Hilfe gegen die Trockenheit muss rasch kommen

Der Tessiner Bauernverband listet die bereits ergriffenen Massnahmen auf und fordert sofortige Eingriffe. Die Bauernfamilien ruft er auf, Alpen, Wasser und Futter mit Betrieben in Not zu teilen.

von Brenno 4. August 2026 2 Min. Lesezeit

Der Tessiner Bauernverband hat sich nach der Kritik geäussert, die der Schweizer Bauernverband am Umgang der Branche mit dem Klimawandel geübt hatte.

Das von der Organisation beschriebene Bild ist konkret. Extreme Wetterereignisse treffen die Landwirtschaft immer häufiger. Im Juni ging ein Hagelzug über das Mendrisiotto nieder. Die Trockenheit verursacht weiterhin Probleme bei der Wasserversorgung, besonders auf den Alpen.

Die Folgen zeigen sich in den Betrieben. Die Organisation berichtet von erkrankten Tieren, von zu wenig Futter für den Winter und von Kulturen, die auf den Feldern vertrocknen.

Die bereits geltenden Massnahmen

Einige Eingriffe wurden bereits beschlossen. Die Sektion Landwirtschaft hat die Trockenheit 2026 als höhere Gewalt eingestuft, womit die Direktzahlungen auch dann vollständig ausgerichtet werden, wenn die vorgesehenen Bedingungen nicht erfüllt sind.

Zudem wurden die Verfahren für den Notbezug von Bewässerungswasser vereinfacht. Die Betriebe können auf die Pumpausrüstung des Zivilschutzes zugreifen. Seit dem 1. August sind die Zölle auf eingeführtes Futter aufgehoben.

Der Verband fordert jedoch sofortige Unterstützungsmassnahmen sowie rasche und greifbare Ergebnisse im Umgang mit den Folgen des Klimawandels.

Neben der Forderung an die Behörden wendet sich die Organisation direkt an die Bauernfamilien. Sie ruft jene, die über Mittel verfügen, dazu auf, diese mit Kolleginnen und Kollegen in Not zu teilen: Zugang zu Alpen, Wasserreserven, Futter und Weideflächen.

Diese Bitte verschiebt einen Teil der Last in die Branche selbst. Sie funktioniert, solange es Betriebe mit Spielraum gibt, und wird schwieriger, wenn sich die Trockenperiode auf alle Gebiete des Kantons ausdehnt.

Wer weniger Land und weniger Reserven hat, bleibt am stärksten ausgesetzt. Es sind die kleinen, oft familiengeführten Betriebe, die eine verlorene Saison nicht durch den Verkauf von Vorräten oder durch andere Tätigkeiten ausgleichen können.

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