Schweiz Bundesrat
Aeschi schlägt ein Zweier-Ticket für die Nachfolge von Parmelin vor
SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi befürwortet ein Ticket mit mindestens zwei Namen für die Nachfolge von Guy Parmelin im Bundesrat. Mehrere führende SVP-Figuren haben bereits auf eine Kandidatur verzichtet.

Thomas Aeschi, Fraktionschef der Schweizerischen Volkspartei (SVP) in den eidgenössischen Räten, spricht sich für ein "Ticket" aus, eine Liste mit mindestens zwei Namen, für die Nachfolge von Guy Parmelin im Bundesrat. Der Zuger Nationalrat äusserte sich am Samstag in einem Interview beim Schweizer Radio und Fernsehen SRF.
Auf die Frage, ob auf der Liste mindestens eine Frau stehen müsse, antwortete Aeschi nicht direkt. Er erklärte jedoch, im Bundesrat brauche es "sia donne, che uomini" (sowohl Frauen als auch Männer). Seiner Ansicht nach sollten auch die Sprachregionen des Landes unter den vorgeschlagenen Kandidaten "adeguato" (angemessen) vertreten sein.
Aeschi nannte zudem weitere Kriterien, die ein Anwärter auf einen Bundesratssitz erfüllen sollte: Führungsstärke, Durchsetzungsvermögen und ein gewisses Charisma. Konkrete Namen nannte der SVP-Fraktionschef hingegen keine, er beschränkte sich darauf, das Idealprofil zu skizzieren.
Noch kein offizieller Name
Bisher wurde noch keine Kandidatur offiziell angekündigt. Auf die Frage nach einer eigenen Kandidatur liess sich Aeschi nicht in die Karten blicken: Er sagte lediglich, er werde "a tempo debito" (zu gegebener Zeit) über seine Entscheidung informieren.
Seit der Ankündigung des Rücktritts von Parmelin am 24. September machten vor allem Verzichtserklärungen Schlagzeilen. Mehrere gewichtige SVP-Figuren zogen sich bereits aus dem Rennen zurück: Magdalena Martullo-Blocher, Parteipräsident Marcel Dettling und, zuletzt, die St. Galler Ständerätin Esther Friedli.
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