Schweiz Öffentlicher Verkehr
Generalabonnement: Die Aufschläge bleiben bei hundert Franken
Alliance Swisspass hat die angekündigte Erhöhung nach dem Austausch mit dem Preisüberwacher reduziert. Ab dem 13. Dezember 2026 kostet das GA zweiter Klasse 100 Franken mehr statt 200.
Das Generalabonnement wird weniger stark teurer als angekündigt. Alliance Swisspass hat den Aufschlag nach dem Austausch mit dem Preisüberwacher nach unten korrigiert. Die neuen Tarife treten am 13. Dezember 2026 in Kraft.
Für Erwachsene in der zweiten Klasse beträgt die Erhöhung 100 Franken statt der ursprünglich angekündigten 200. In der ersten Klasse sinkt der Aufschlag von 330 auf 250 Franken. Das Halbtaxabonnement für Erwachsene wird um 5 Franken teurer. Abonnemente für Kinder, Jugendliche und Familien werden nicht oder nur minim angepasst.
Über alle Tarife hinweg sinkt die durchschnittliche Anpassung von 3,9 auf 3,6 Prozent.
Wer die Differenz trägt
Alliance Swisspass begründet die Erhöhung mit der Teuerung und mit gestiegenen Kosten für Personal, Energie, Material und Unterhalt. Es sind Posten, die auf ein Angebot mit weitgehend fixen Kosten drücken.
Der Eingriff des Preisüberwachers senkt den von den Reisenden getragenen Anteil. Er senkt jedoch nicht die Kosten, die das Unternehmen decken zu müssen erklärt. Offen bleibt damit, wie die Differenz geschlossen wird, ob über interne Einsparungen oder über andere Einnahmen.
Für 2027 planen die SBB Rabatte von 90 Millionen Franken auf den Kategorien vergünstigter Billette. Das ist eine erhebliche Summe, beschlossen zu einem Zeitpunkt, in dem über die finanzielle Tragfähigkeit des Tarifsystems diskutiert wird.
Der Vorlauf ist bekannt. Es handelt sich um die zweite nationale Anpassung seit 2023. Die letzte Erhöhung liegt drei Jahre zurück und lag im Mittel bei 3,7 Prozent. Auch damals griff der Preisüberwacher ein und reduzierte einen ursprünglichen Vorschlag von 4,3 Prozent.
Im Tessin ist das Generalabonnement bei Pendlerinnen und Studierenden verbreitet, die den Gotthard überqueren. Ein gebremster Aufschlag entlastet diese Haushalte, klärt aber nicht, wie das System die eigenen steigenden Kosten längerfristig tragen will.
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