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Schweiz Brand in Graubünden

Fünf Vermisste nach Brand in Thusis, ein Verletzter springt aus dem dritten Stock

In Thusis im Kanton Graubünden werden nach einem heftigen Brand in der Nacht auf Freitag noch fünf Personen vermisst. Die vorläufige Bilanz spricht von acht Verletzten, zwei davon schwer.

von Redazione 22. August 2026 2 Min. Lesezeit

In Thusis, im Kanton Graubünden, wächst die Angst um fünf Personen, die nach dem heftigen Brand in der Nacht von Donnerstag auf Freitag in einem Gebäude am Dorfrand noch immer vermisst werden.

Die vorläufige Bilanz spricht von acht Verletzten, zwei davon schwer. Laut der Kantonspolizei Graubünden sind die fünf Vermissten bisher nicht lokalisiert worden, und mit den vergehenden Stunden schwindet die Hoffnung, sie lebend zu finden. Die Behörden haben ihre Identität nicht bekanntgegeben.

Aus den vor Ort gesammelten Zeugenaussagen geht hervor, dass es sich um ausländische Staatsangehörige handeln dürfte. Mindestens eine der vermissten Personen soll portugiesischer Nationalität sein.

Der Bericht eines Zeugen

Ein in Thusis wohnhafter Portugiese, der einige Bewohner des Gebäudes und mindestens eine der vermissten Personen kennt, hat das Geschehen geschildert. "Una persona si è buttata dalla finestra del terzo piano per salvarsi dalle fiamme e si è rotta le gambe" (Eine Person ist aus dem Fenster im dritten Stock gesprungen, um den Flammen zu entkommen, und hat sich dabei die Beine gebrochen), sagte er.

Der Zeuge fügte hinzu, er habe nur das brennende Dach gesehen: "Ho visto soltanto il tetto che bruciava. Conosco diverse persone che vivevano lì. Alcune sono state tratte in salvo, ma una è ancora dispersa" (Ich habe nur das brennende Dach gesehen. Ich kenne mehrere Personen, die dort gewohnt haben. Einige wurden gerettet, aber eine wird noch vermisst).

Das durch den Brand zerstörte Gebäude beherbergte im Erdgeschoss ein Restaurant und in den oberen Stockwerken kleine Einzimmerwohnungen, die vor allem von alleinstehenden Personen verschiedener Nationalitäten bewohnt wurden. Die Flammen sollen kurz nach Mitternacht im zweiten Stock ausgebrochen sein, die Ursache ist weiterhin unbekannt.

Erst in den letzten Stunden gelang es der Feuerwehr, ins Innere des Gebäudes vorzudringen, das wegen Einsturzgefahr lange nicht zugänglich war. Das grösstenteils aus Holz gebaute Gebäude hat enorme Schäden erlitten.

Die Rettungskräfte durchsuchen nun die Wohnungen einzeln und entfernen schrittweise das Dach, damit die Ermittler nach möglichen Spuren suchen und so das Schicksal der noch vermissten Personen klären können.

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