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il Cantonale

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Kanton Fall Zali

Tote Frau im Ceresio: Sie hatte die Telefonate mit Zali veröffentlicht

Eine 52-jährige Frau wurde leblos im Ceresio-See bei Melide aufgefunden. Sie war es, die die Aufnahmen der Telefonate veröffentlicht hatte, die zum Rücktritt von Claudio Zali führten.

von Redazione 19. August 2026 2 Min. Lesezeit Luganese

Eine 52-jährige Frau mit Wohnsitz im Luganese wurde am Dienstagnachmittag leblos im Ceresio-See bei Melide aufgefunden, wenige Meter vom Ufer entfernt. Der Alarm ging kurz nach 17.30 Uhr ein.

Mehrere Personen vor Ort halfen ihr und brachten sie an Land. Beamte der Kantonspolizei leiteten Wiederbelebungsmassnahmen ein, die von den Rettungskräften des Roten Kreuzes Lugano fortgeführt wurden. Der Tod konnte nicht verhindert werden. Vor Ort im Einsatz waren auch die Stadtpolizei Lugano und die Polizei Ceresio Sud.

Ersten Informationen zufolge starb die Frau durch Ertrinken. Die Behörden schliessen derzeit eine Fremdeinwirkung aus. Die Ermittlungen werden vom Staatsanwalt Roberto Ruggeri geleitet und laufen unter strengster Vertraulichkeit. Die Autopsie soll die genaue Todesursache klären.

Der Zusammenhang mit dem Fall Zali

Die Frau ist dieselbe Person, die in den vergangenen Wochen auf sozialen Medien Aufnahmen von Telefonaten mit dem damaligen Staatsrat Claudio Zali veröffentlicht hatte. Die Audioaufnahmen, verbreitet über ein mittlerweile gelöschtes Instagram-Profil, hatten zum Rücktritt Zalis aus der Kantonsregierung beigetragen, der am 29. Juli bekanntgegeben wurde.

In den Aufnahmen riet ein als Zali identifizierter Mann einer Gesprächspartnerin, eine andere Frau zu schlagen, und behauptete, dies selbst in der Vergangenheit bereits getan zu haben. In seinem Rücktrittsschreiben bestritt Zali die Echtheit der Aufnahmen nicht, gab jedoch seine eigene Version der Ereignisse: Er habe die betreffende Frau vor fast zehn Jahren lediglich von seinem Grundstück weggeschickt, ohne sie zu schlagen. Der ehemalige Staatsrat wird zudem wegen Amtsmissbrauchs und versuchter Nötigung untersucht, im Zusammenhang mit einer mutmasslichen Einflussnahme auf die Situation des 14-jährigen Sohnes eines Bekannten.

Der Tod der Frau ereignet sich rund drei Wochen nach der Affäre, die die Tessiner Politik erschütterte. Es handelt sich zudem um den dritten Ertrinkungsfall im Tessin innerhalb von zwei Tagen, nach den Todesfällen in Magliaso und an der Mündung der Maggia.

Kommentare

2 Kommentare
  1. Luca

    @Leo sembra

  2. Leo

    Ma è vero?

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