Schweiz Schiesserei
Schiesserei am Rave in Aarau: 22-jährige Italienerin gestorben
In der Nacht auf Sonntag eröffnete ein Mann am Ende eines Techno-Raves auf der Pferderennbahn in Aarau das Feuer. Eine 22-jährige Italienerin starb, fünf weitere Personen wurden verletzt.
Ein bewaffneter Angriff hat das Ende eines Rave-Partys auf der Pferderennbahn Schachen in Aarau, im Kanton Aargau, überschattet. Der Vorfall ereignete sich zwischen zwei und drei Uhr morgens am Sonntag, 30. August, als die Veranstaltung "Aarauer Rave", die rund 3500 Personen versammelt hatte, zu Ende ging.
Eine 22-jährige Italienerin mit Wohnsitz in der Schweiz starb noch vor Ort. Fünf weitere Personen, vier Männer und eine Frau im Alter zwischen 24 und 27 Jahren, wurden leicht bis schwer verletzt. Keine von ihnen schwebt in Lebensgefahr.
Laut der Kantonspolizei Aargau wurden die Schüsse aus zwei verschiedenen Waffen an zwei unterschiedlichen Stellen der Pferderennbahn abgefeuert. Noch ist unklar, ob eine einzelne Person oder mehrere Personen geschossen haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass sich die Täterschaft danach vom Tatort entfernt hat.
Drei Spuren zum Motiv
Die Behörden schliessen keine Spur aus. Geprüft werden ein terroristischer Anschlag, eine wahllose Schiesserei ohne konkretes Ziel sowie eine kriminelle Tat, etwa eine Abrechnung im kriminellen Milieu.
An den Ermittlungen sind über hundert Kantonspolizistinnen und -polizisten beteiligt, unterstützt von der deutschen Polizei. Die Ermittler sammeln Aussagen von Anwesenden und von den Opfern, die aussagefähig sind.
Die Aargauer Regierung zeigte sich tief betroffen von dem Vorfall. Auch Italien reagierte: Die Aussenminister Ignazio Cassis und Antonio Tajani sicherten eine enge Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern zu, während Ministerpräsidentin Giorgia Meloni ihr Beileid aussprach. Rom entsandte diplomatische Vertreter und Polizeibeamte nach Aarau, um die Untersuchung zu begleiten.
Die Identität der Täterschaft ist derzeit noch unbekannt.
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