Welt Krieg in der Ukraine
Russischer Angriff auf Kiew fordert mindestens 15 Tote
Bei einem russischen Raketen- und Drohnenangriff auf Kiew sind in der Nacht auf Donnerstag mehrere Menschen ums Leben gekommen. Auch ein Kinderspital wurde getroffen.
In der Nacht auf Donnerstag sind bei russischen Bombardierungen mindestens 14 Menschen in Kiew und eine weitere Person in der umliegenden Region ums Leben gekommen. Das teilten die lokalen Behörden am Donnerstagmorgen mit. Der Bürgermeister der Hauptstadt, Vitali Klitschko, sprach von zahlreichen Opfern und Dutzenden Verletzten. Eine frühere Bilanz der Rettungsdienste hatte von insgesamt sieben Toten in Kiew und Umgebung gesprochen.
Im Bezirk Browary bei Kiew starb eine weitere Person, wie der Leiter der lokalen Verwaltung, Timur Tkatschenko, mitteilte.
Auch ein Kinderspital getroffen
Im Bezirk Solomjanskyj stürzten die oberen Stockwerke eines neunstöckigen Wohnhauses ein, und es brach ein Brand aus. In einem weiteren Wohnhaus in der Gegend wurden Menschen eingeschlossen. Ein Kinderspital im selben Bezirk wurde von einer russischen ballistischen Rakete getroffen: Das Gebäude ist verwüstet, in der ganzen Umgebung gingen Fenster zu Bruch, mehrere Autos brannten. Auch Geschäfte und öffentliche Lokale wurden zerstört.
Die Rettungskräfte waren in zwei Wohnhäusern und einer Schule im Einsatz, um Menschen aus Garagen, Kellern und Schutzräumen zu befreien. Der russische Raketen- und Drohnenangriff auf Kiew dauerte fast neun Stunden.
In Russland teilte der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin am Donnerstagmorgen mit, seit dem Vorabend seien 250 Drohnen in Richtung der Region Moskau abgeschossen worden, die grösstenteils von der Luftabwehr zerstört worden seien. Allein in der Region Moskau seien 28 Drohnen abgefangen worden.
Polen liess seine Luftwaffe im eigenen Luftraum aufsteigen, um Zwischenfälle im Zusammenhang mit der russischen Luftoffensive gegen die Ukraine zu verhindern und die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten. In Rumänien stiegen in der Nacht zwei spanische Kampfjets und ein Helikopter der rumänischen Armee auf, um Ziele nahe der ukrainisch-rumänischen Grenze zu überwachen. Eine Drohne drang in den rumänischen Luftraum ein, bevor sie in einem unbewohnten Gebiet bei Grindu im Westen Rumäniens abstürzte.
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