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Welt Cybersicherheit

Liechtenstein: Daten von 31 000 Gesellschaften und Stiftungen gestohlen

Der Angriff traf das Register der wirtschaftlich berechtigten Personen des Fürstentums. Die Regierung bezeichnet ihn als gezielt und technisch hochstehend, die Täterschaft bleibt unbekannt.

von Redazione 4. August 2026 2 Min. Lesezeit

Die Regierung Liechtensteins teilte am Dienstag mit, die Ermittelnden hätten einen möglichen Zugangspunkt für einen Cyberangriff ermittelt. Ziel war das Register der wirtschaftlich berechtigten Personen des Fürstentums.

Der Angriff wird als technisch hochstehend beschrieben und richtete sich gegen eine als sehr komplex bezeichnete Sicherheitsstruktur.

Betroffen sind rund 31 000 Datensätze zu Gesellschaften, Stiftungen und Trusts. Die entwendeten Angaben umfassen die Namen der juristischen Personen sowie Namen, Geburtsdaten, Staatsangehörigkeit und Wohnsitzland der wirtschaftlich Berechtigten.

Was nicht entwendet wurde

Die Regierung hält fest, dass weitere Daten nicht betroffen sind. Nicht entwendet wurden Adressen, Telefonnummern und finanzielle Angaben wie Erträge, Vermögen oder Dividenden.

Die Urheber des Angriffs bleiben unbekannt. Die Behörden geben an, es habe sich um einen isolierten und gezielten Vorfall gehandelt.

Aus Sicherheitsgründen wurden weitere sensible Daten vorübergehend vom Netz genommen.

Das Register der wirtschaftlich Berechtigten dient dazu, die natürlichen Personen hinter Gesellschaften und Rechtsstrukturen erkennbar zu machen. Es ist ein Instrument, das der Transparenz und der Bekämpfung der Geldwäscherei dient.

Gerade diese Funktion macht die Daten für jene interessant, die sie entwenden. Eine Liste, die Personennamen mit juristischen Einheiten verknüpft, hat einen Wert, der über die einzelne Personenangabe hinausgeht, weil sie sonst unsichtbare Beziehungen nachzeichnet.

Liechtenstein beherbergt gemessen an seiner Grösse eine hohe Zahl an Stiftungen und Vermögensstrukturen. Die Tragweite des Vorfalls betrifft damit auch Berechtigte mit Wohnsitz in anderen Ländern.

Die Regierung hat nicht angegeben, wann die Daten entwendet wurden und wie lange der Zugang der Täterschaft offenstand. Solche Angaben ergeben sich in der Regel in späteren Phasen der technischen Auswertung.

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