Welt Waldbrände
Waldbrand am Monte Goj bei Como: Rauch und Asche bis in die Stadt
Der Abendwind fachte die Flammen an und trug den Rauch nach Cernobbio und Moltrasio. Achtzig Feuerwehrleute schützen ein Pflegeheim, Löschflugzeuge und Helikopter werden am Folgetag erwartet.
Ein am Nachmittag in einem Waldgebiet am Fuss des Monte Goj ausgebrochener Brand ist zunehmend kritisch geworden. Die Erhebung liegt auf dem Gemeindegebiet von Como in der Nähe bewohnter Quartiere.
Verschlimmert hat die Lage der Wind. Nach Angaben der Einsatzleitung der Feuerwehr kam am Abend starker Wind auf, der die Flammen anfachte und Rauch und Asche über das Stadtzentrum sowie die Nachbargemeinden Cernobbio und Moltrasio am Westufer des Sees verteilte.
Die Einsatzkräfte arbeiten daran, ein Pflegeheim für Menschen mit Behinderungen zu schützen. Zudem läuft die vorsorgliche Evakuierung von zwei Wohnhäusern.
Vor Ort stehen rund achtzig Feuerwehrleute im Einsatz, die aus Como, den Nachbarprovinzen und anderen Teilen der Lombardei angerückt sind. Für den folgenden Tag werden zwei Löschflugzeuge und zwei Helikopter erwartet: Luftfahrzeuge können im Dunkeln nicht eingesetzt werden, weshalb die Nacht die heikelste Phase eines solchen Brandes ist. An der Front sind Bürgermeister Alessandro Rapinese, die Verantwortlichen des Provinzkommandos der Feuerwehr sowie mehrere Freiwilligengruppen anwesend.
Der Brand kommt zu den weiteren Feuern hinzu, die Norditalien in diesen Wochen beschäftigen, insbesondere jenen im Verbano-Cusio-Ossola, in Piedimulera und Calasca Castiglione, wo die Luftmittel seit Tagen im Einsatz stehen.
Como liegt wenige Kilometer von der Tessiner Grenze entfernt, und der Rauch zog dem Westarm des Comersees entlang Richtung Landesgrenze. Die Kombination, welche die Einsätze erschwert, ist dieselbe wie nördlich der Grenze: Wochen ohne Regen, trockene Vegetation und steile Hänge, die Bodenteams nur schwer erreichen.
Kommentare
Es gibt noch keine Kommentare. Deine Stimme kann die erste sein.