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Welt Cybersicherheit

Hacker veröffentlichen online sechs Terabyte vertrauliche Daten aus Berlin

Die Gruppe Rhysida hat im Darknet fast sechs Terabyte an Dateien der Berliner Verwaltung veröffentlicht, nachdem die Behörden sich geweigert hatten, ein Lösegeld in Bitcoin zu zahlen. Zu den durchgesickerten Dokumenten gehören auch Angaben zu Verteidigungsplänen und persönliche Daten von Beamten.

von Redazione 6. September 2026 2 Min. Lesezeit

Die Hackergruppe Rhysida hat im Darknet fast sechs Terabyte an Daten veröffentlicht, die sie der Verwaltung des Landes Berlin entwendet hat – dem Stadtstaat, der zugleich Hauptstadt Deutschlands ist. Das Datenpaket umfasst 1.439.893 Dateien. Ersten Überprüfungen zufolge enthalten einige der Dokumente Informationen, die für die öffentliche Sicherheit äusserst kritisch sind.

Das Datenleck kam zustande, nachdem die Berliner Behörden sich geweigert hatten, ein Lösegeld zu zahlen. Die Hacker hatten 30 Bitcoin gefordert, umgerechnet rund zwei Millionen Euro, und andernfalls mit der Veröffentlichung der Dokumente auf ihrer eigenen Darknet-Seite gedroht. Der Berliner Senat, die Regierung des Landes, hatte bereits vor Ablauf des Ultimatums klargestellt, grundsätzlich nicht auf solche Forderungen einzugehen, und die Drohung ignoriert. Der von den Hackern gesetzte Countdown lief am Freitag kurz nach 15:35 Uhr ab. Kurz danach erschien das Leak im Darknet.

Sensible Dokumente und persönliche Daten

Unter den veröffentlichten Dateien befindet sich ein Ordner mit dem Namen "AG CBRN-Rahmenplanung", der der Planung zu chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Risiken gewidmet ist – daher die Abkürzung CBRN. Der investigative Journalist Lars Winkelsdorf schrieb auf X, der Angriff habe eine «dimensione tale da minacciare la sicurezza dello Stato» (eine Grössenordnung, die die Sicherheit des Staates bedrohe). Laut Winkelsdorf enthalte das durchgesickerte Material «non solo documenti del LKA, la polizia criminale del Land, relativi a indagini, ma anche piani che riguardano lo stato di difesa, fino ai canali di comunicazione segreti del governo federale per l'eventualità della fine del mondo» (nicht nur Dokumente der Landeskriminalpolizei zu laufenden Ermittlungen, sondern auch Pläne zum Verteidigungsfall bis hin zu geheimen Kommunikationskanälen der Bundesregierung für den äussersten Notfall).

Im Datenpaket finden sich auch zahlreiche persönliche Daten Berliner Beamter: Geburtsurkunden, was offenbar Abwesenheitslisten sind, Telefonnummern und Wohnadressen.

In sozialen Netzwerken haben Mitglieder der Gruppe Rhysida bereits Listen mit den Namen der durchgesickerten Dateien verbreitet, was das Ausmass des Angriffs bestätigt. Von der Berliner Verwaltung und Politik gibt es bislang nur wenige offizielle Reaktionen.

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