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Kanton Grosser Rat Graubünden

Graubünden: Neuer Grosser Rat konstituiert sich, ein Drittel der Sitze neu besetzt

Der Grosse Rat des Kantons Graubünden hat heute die neue Legislaturperiode aufgenommen: 44 von 120 Mitgliedern sind neu, das Durchschnittsalter ist auf knapp unter 50 Jahre gesunken. Erstmals verfügen die Grünen über eine eigene Fraktion; zum Präsidenten der Versammlung wurde der Freisinnige Fabio Luzio gewählt.

von Redazione 28. August 2026 2 Min. Lesezeit Grigioni

Der Grosse Rat des Kantons Graubünden hat heute die neue Legislaturperiode aufgenommen. Von den 120 Mitgliedern sind 44 neu: mehr als ein Drittel des Kantonsparlaments wurde erneuert. Das Durchschnittsalter der Mitglieder ist auf knapp unter 50 Jahre gesunken.

Zu den Neuerungen gehört die Bildung einer eigenen Fraktion der Grünen. Erst mit dieser Legislaturperiode hat die Partei die nötige Anzahl Mitglieder erreicht, um vollberechtigt in den parlamentarischen Kommissionen mitzuarbeiten. Die grösste Fraktion bleibt jene der SVP mit 35 Mitgliedern.

Vor Sitzungsbeginn haben mehrere Ratsmitglieder ihre Erwartungen geschildert. Davide Vassella, Sozialdemokrat aus Poschiavo in seiner ersten Legislaturperiode als Grossrat, sagte, er sei bewegt und neugierig zu verstehen, wie die parlamentarische Arbeit funktioniere; sein Ziel sei es, zum Wohl des Kantons mitzuarbeiten.

Neuer Fraktionschef der SVP ist der Engadiner Stephan Metzger. Auf die Frage, wie er seine grosse Fraktion führen wolle, antwortete er, er werde weder Zuckerbrot noch Peitsche einsetzen, sondern die Mitglieder führen: einige mit engerer Kontrolle, andere mit mehr Freiheit. Er fügte hinzu, die Fraktion werde sich mit Themen befassen müssen, bei denen Sachlichkeit gefragt sei, um Lösungen zu finden, und er wolle, dass die SVP in dieser Legislaturperiode ihre Spuren hinterlasse.

Die Grünen ziehen in die Kommissionen ein

Die Präsidentin der Bündner Grünen, die Churer Grossrätin Anita Mazzetta, sprach von einer Mischung aus Freude und leichter Nervosität, weil sich die neu gebildete Fraktion noch finden müsse. Sie sei aber sehr motiviert.

Samuele Censi, freisinniger Grossrat aus dem Moesano, ist dagegen bereits in seiner dritten Legislaturperiode, nach acht Jahren im Parlament. Er kehre gerne zurück, mit mehr Erfahrung im Gepäck, wolle sich aber nicht anmassen, den neuen Kolleginnen und Kollegen etwas beizubringen. Er freue sich über die Erneuerung und die Möglichkeit, sich mit neuen Ideen und Personen auszutauschen.

Erstes Traktandum der Sitzung war die Wahl der Ratsspitze. Zum Präsidenten wurde der Freisinnige Fabio Luzio aus dem Kreis Surses gewählt. Als Vizepräsident wurde der Mitte-Politiker Kevin Brunold aus Ilanz bestimmt.

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