Welt Brände
Brände in Griechenland: tausend Evakuierte in Porto Germeno
Das Feuer zwang den Küstenort nordwestlich von Athen zur Evakuierung, 250 Personen wurden über das Meer weggebracht. Zwei Mitglieder einer Löschcrew starben bei einem Zusammenstoss von Helikoptern.
Die Brände in Griechenland haben zu neuen Evakuierungen geführt. In Porto Germeno, einem Küstenort nordwestlich von Athen, mussten rund tausend Personen ihre Wohnungen verlassen.
Für 250 Einheimische und Touristen erfolgte die Wegführung über das Meer. Starker Wind facht die Flammen weiter an und erschwert die Arbeit der Rettungskräfte.
Die Polizei führt in den gefährdeten Zonen Kontrollen von Haus zu Haus durch, um sicherzustellen, dass niemand in den Gebäuden zurückgeblieben ist. Das Feuer kann ein Gebäude innerhalb weniger Minuten umschliessen und den Ausgang unmöglich machen.
Zwei Opfer unter den Rettungskräften
Zwei Besatzungsmitglieder eines Löschhelikopters kamen bei einem Zusammenstoss mit einem anderen Fluggerät ums Leben. Der Unfall ereignete sich, während die Einsatzkräfte an einem grossen Waldbrand an der Grenze zwischen Attika und Böotien unweit von Athen arbeiteten. Die Besatzung des zweiten Helikopters blieb unverletzt.
Der Vorfall zeigt das Risiko, das die Einsätze aus der Luft an solchen Fronten begleitet. Die Helikopter arbeiten in geringer Höhe, bei durch Rauch eingeschränkter Sicht und mit mehreren Fluggeräten, die gleichzeitig über demselben Gebiet im Einsatz stehen.
Wenn es die Bedingungen erlauben, versuchen die Rettungskräfte auch, Tiere zu bergen, die bei den überstürzten Abreisen in den verlassenen Zonen zurückblieben.
Die Evakuierungen über das Meer zeigen, welche Schwierigkeiten solche Brände mit sich bringen. Sind die Zufahrtsstrassen durch die Flammen unterbrochen, bleibt für Küstenorte nur noch der Seeweg.
Die Zahl der Evakuierten kann sich im Lauf des Tages verändern. Die Behörden ordnen die Wegführung nach dem Fortschreiten des Feuers an, und ein Wechsel der Windrichtung kann die Anordnung auf weitere Ortschaften ausdehnen.
Die Lage in Griechenland fügt sich in eine schwierige Saison für den gesamten Mittelmeerraum. Wind und hohe Temperaturen bestimmen weiterhin die Ausbreitungsgeschwindigkeit und den Handlungsspielraum der Einsatzkräfte am Boden.
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