Welt Aussenhandel
Chinas Aus- und Einfuhren wachsen im Juli kräftig
Die Ausfuhren stiegen gegenüber dem Vorjahr um 23,9 Prozent, die Einfuhren um 27,5 Prozent. Die Nachfrage rund um die künstliche Intelligenz treibt den Verkauf von Computern und Komponenten.
Die chinesischen Ausfuhren sind im Juli gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres um 23,9 Prozent gewachsen. Die Einfuhren nahmen um 27,5 Prozent zu. Die Zahlen stammen von der Allgemeinen Zollverwaltung.
Das Tempo der Einfuhren bleibt hoch, liegt aber unter jenem vom Juni, als der Anstieg 36 Prozent betragen hatte.
Hinter den Zahlen steht vor allem die Nachfrage nach Technologie. In den ersten sieben Monaten des Jahres wuchsen die Ausfuhren von Computern und Komponenten gegenüber dem Vorjahr um 45,2 Prozent, angetrieben von der weltweiten Entwicklung der künstlichen Intelligenz.
Der Handel mit den Vereinigten Staaten
Die Verkäufe in die Vereinigten Staaten stiegen im Juli um 17 Prozent. Die Zahl kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Handelskrieg zwischen beiden Ländern andauert.
Am Mittwoch kündigte Washington neue Sanktionen an, begründet mit Zwangsarbeit und mit Gründen der nationalen Sicherheit. Peking antwortete mit Beschränkungen für Drohnenausfuhren in die Vereinigten Staaten und setzte sechs Unternehmen auf die eigene schwarze Liste.
Die beiden Schritte liegen zeitlich nahe beieinander. Es ist das Muster gegenseitiger Antworten, das die Handelsbeziehungen der beiden Länder seit Monaten prägt, ohne dass die Handelsvolumen bisher zurückgegangen wären.
Der Vergleich der Monate hilft beim Lesen der Einfuhrzahlen. Im Juni betrug der Anstieg 36 Prozent, im Juli 27,5 Prozent: Das Tempo bleibt hoch, doch der Schub hat nachgelassen.
Die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt schloss das vergangene Jahr mit einem Handelsüberschuss von fast 1200 Milliarden Dollar ab, einem Wert ohne Vorbild.
Ein Überschuss dieser Grössenordnung bleibt ein Reibungspunkt im Verhältnis zu den Handelspartnern. Es ist das Argument, mit dem Washington Zölle und Beschränkungen begründet und dem Peking widerspricht.
Auf den Zahlen lasten auch die Spannungen im Nahen Osten, die Kosten und Fahrzeiten der Seewege beeinflussen. Zu einer Verlangsamung des Handels hat sich diese Wirkung noch nicht ausgewachsen.
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